Omni stammen aus Andalusien, Südspanien und machen episch-lyrischen Symphonic Rock, der von spanischer Folklore, Flamenco ebenso beeinflusst ist, wie er jazztypische Momente trägt. Die Songs, von Flöte, Tasten und Gitarre transportiert, brauchen ihre Zeit, um sich zu entwickeln. Das erste Stück "Casapuerta" eröffnet "El Vals de Los Duendes" nicht dynamisch und flott, sondern still und fast schon ambient. Das folgende Titelstück hat eine keltische Note, die in flottem Rhythmus zu symphonischen Höhepunkten gebracht wird. Vergleichende Ansatzpunkte sind Camel, oder Genesis zu "Wind & Wuthering"-Zeiten. Nie werden die Songs von Omni laut und dramatisch. Die Musik verpufft etwas; obwohl sie schöne und melodisch Interessantes trägt, fehlen kraftvolle Momente, die dem Album mehr Drive und Schub verleihen. Hin und wieder geben ein Gitarren- oder Saxophon-Solo etwas Gas, aber die lässig-entspannte Atmosphäre verändert sich nicht. Dafür ist der symphonische Charakter um so deutlicher. Schwere Passagen wälzen sich genüsslich dahin. Wer das sucht, wird hier im Großen fündig.

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